Zu Hause verschafft sich jemand einen Überblick über verschiedene CRM-Alternativen auf ausgedruckten Unterlagen.

*KI-generiert

Veröffentlicht am: 24. August 2026//7 Minuten Lesezeit//

HubSpot Alternativen für KMU

Für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland (KMU) ist eine spezialisierte Einzellösung oder eine beauftragte Agentur die bessere Wahl als HubSpots All-in-One-Plattform. HubSpot bietet zwar eine gemeinsame CRM-Datenbasis für Marketing, Vertrieb und Service, doch die Preisstruktur skaliert mit wachsender Kontaktanzahl erheblich und verpflichtende Onboarding-Gebühren auf Professional- und Enterprise-Tiers können hoch ausfallen.

Das Wichtigste in Kürze

  • HubSpot-Alternativen wie Pipedrive, Zoho, Brevo und SeaTable bieten KMU mehr Flexibilität und teils geringere Kosten.
  • Die beste Lösung hängt von Vertrieb, Marketing, IT-Kapazitäten und Datenwachstum ab.
  • DSGVO, Hosting, AVV und laufende Kosten sollten vor der Entscheidung geprüft werden.
  • Eine saubere Migration mit Datenbereinigung, Feld-Mapping und Testlauf ist entscheidend.
  • Bei komplexen Anforderungen oder fehlendem Know-how kann eine Agenturbegleitung sinnvoll sein.

Jede der folgenden Optionen löst ein anderes Kernproblem. Die Kurzprofile helfen dir, schnell einzugrenzen, welche Richtung für dein Unternehmen sinnvoll ist.

Pipedrive

Vertriebsfokus, schnelle Einführung, keine verpflichtenden Onboarding-Gebühren. Pipedrive hat einen niedrigen Einstiegspreis pro Nutzer und Monat und eignet sich besonders für Teams, die eine klare Pipeline-Ansicht brauchen, aber keine komplexe Marketing-Automation. Native E-Mail-Kampagnen sind begrenzt. Migrationsschwierigkeit: niedrig.

Zoho CRM

Zoho punktet mit tiefen Individualisierungsmöglichkeiten und geringeren Kosten pro Nutzer als HubSpot in höheren Tiers. Die modulare Suite erlaubt es, nur die Teile zu lizenzieren, die du tatsächlich brauchst. Für kleinere Teams mit komplexeren Workflows eine der stärksten Alternativen im Markt. Migrationsschwierigkeit: mittel.

Brevo (ehem. Sendinblue)

Stark bei E-Mail-Marketing und Automationen, günstiger Einstieg, aber als alleinige CRM-Plattform für komplexe Vertriebspipelines weniger geeignet. Ideal als ergänzendes Marketing-Tool in einem Best-of-Breed-Stack. EU-Hosting verfügbar. Migrationsschwierigkeit: niedrig.

ActiveCampaign

Ähnliches Profil wie Brevo, aber mit stärkerer Automatisierungstiefe und CRM-Grundfunktionen. Gut für marketing-getriebene KMU, die Sequenzen und Lead-Scoring priorisieren. Migrationsschwierigkeit: niedrig bis mittel.

Odoo

Open-Source-ERP mit CRM-Modul. Volle Datenkontrolle, Self-Hosting möglich, aber der Betrieb erfordert technisches Know-how für Updates, Security und Skalierung. Günstigere laufende Lizenzkosten, höherer Implementierungsaufwand. Migrationsschwierigkeit: hoch.

Jemand arbeitet am Computer in einem kleinen Büro.

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Mautic

Open-Source-Marketing-Automation, komplett selbst gehostet. Maximale Datenkontrolle, keine laufenden Lizenzkosten, aber volle Betriebsverantwortung liegt beim eigenen IT-Team. Migrationsschwierigkeit: hoch.

SeaTable

No-Code-Datenbank mit Cloud- und Self-Host-Optionen, DSGVO-Konformität und europäischen Hosting-Standorten. Kein klassisches CRM, aber flexibel genug für maßgeschneiderte Kontakt- und Prozessdatenbanken. Migrationsschwierigkeit: niedrig bis mittel.

Agenturlösung

Bedarfsanalyse, Systemauswahl, Datenmigration, Integration und Schulung aus einer Hand. Sinnvoll, wenn internes IT-Know-how fehlt oder die Migration zu komplex für ein Selbstprojekt ist.

 

Infografik: Die besten Alternativen zu HubSpot im Vergleich

Tool Kostenmodell Einrichtung/Migration Integrationen & API Usability Datenschutz/Hosting
Pipedrive Pro Nutzer/Monat, keine Onboarding-Fee Niedrig Gut, REST-API Sehr hoch EU-Cloud
Zoho CRM Pro Nutzer/Monat, modular Mittel Sehr gut, Zoho-Suite Mittel EU-Cloud
Brevo Kontakt-Tiers, Freemium Niedrig Gut Hoch EU-Hosting (FR)
ActiveCampaign Kontakt-Tiers Niedrig bis mittel Gut Hoch EU-Hosting
Odoo Modul-Addons, Self-Host möglich Hoch Sehr gut Mittel Self-Host möglich
Mautic Open Source, Self-Host Hoch Mittel Niedrig Self-Host
SeaTable Nutzer/Monat, Self-Host möglich Niedrig bis mittel Mittel Hoch EU/Self-Host
Agenturlösung Projektbasis + Wartungsvertrag Geführt Individuell Geführt DE/EU nach Wahl

Wie wählst du die richtige Alternative für dein KMU aus?

Bevor du eine Demo buchst, lohnt ein kurzer Profil-Abgleich. Drei Fragen helfen dabei:

  1. Wo liegt dein Schwerpunkt? Vertriebspipeline, E-Mail-Marketing oder individuelles Datenmodell.
  2. Wie viel IT-Kapazität hast du intern? Self-hosted Systeme wie Odoo oder Mautic sind nur dann günstiger, wenn jemand Updates und Backups verantwortet.
  3. Wie stark wächst deine Kontaktliste? Bei kontaktbasierter Abrechnung (Brevo, ActiveCampaign) steigen die Kosten mit dem Wachstum.

Konkrete Fragen für Vendor-Calls:

  • Wo werden meine Daten gespeichert, und gibt es einen AVV nach Art. 28 DSGVO?
  • Gibt es API-Limits im gewählten Tarif, und was kostet eine Überschreitung?
  • Wie funktioniert der Datenexport, und in welchem Format?
  • Welche Onboarding-Gebühren fallen einmalig an?
  • Wie lange ist die Mindestvertragslaufzeit?

Rote Flaggen: Kein dokumentierter Datenexport, undurchsichtige Kontaktstaffeln ohne Deckel, verpflichtende Onboarding-Pakete ohne Alternativoption, fehlender AVV.

Profi-Tipp: Erstelle eine Demo-Scorecard mit 10 Kriterien (Pipeline-Ansicht, E-Mail-Automation, API-Zugang, Exportfunktion, DSGVO-Dokumentation, Onboarding-Aufwand, Preistransparenz, Integrationen, Support-Reaktionszeit, Skalierungspfad) und bewerte jede Demo auf einer Skala von 1 bis 5. Das macht Bauchgefühl messbar.

Migrations-Checkliste: Daten, Prozesse, Zeitplan und Kosten

Eine Migration ist kein einmaliger Datenexport. Sie ist ein Projekt mit mehreren Phasen, und Feld-Mapping ist dabei die häufigste Fehlerquelle: falsche Feldzuordnungen erzeugen Dateninkonsistenzen, die oft erst nach dem Go-Live auffallen.

Schritt-für-Schritt

  1. Ist-Analyse: Welche Daten, Felder, Automationen und Integrationen sind aktiv?
  2. Datenexport: CSV- oder API-Export aus HubSpot, Vollständigkeit prüfen.
  3. Datenbereinigung: Duplikate entfernen, veraltete Kontakte aussortieren.
  4. Feld-Mapping: Quell- und Zielfelder dokumentieren, Abweichungen klären.
  5. Testmigration: Teilmenge importieren, Ergebnisse prüfen.
  6. Automationen neu aufbauen: Workflows im Zielsystem nachbauen und testen.
  7. Training: Team einweisen, bevor der Live-Betrieb startet.
  8. Go-Live und Nachbetreuung: Parallelbetrieb für 2–4 Wochen empfehlenswert.

 

Komplexität Zeitrahmen Typische Kostenbereiche
Schnelleinstieg (einfaches CRM, wenig Automationen) 2–6 Wochen
Mittlerer Aufwand (Automationen, mehrere Integrationen) 6 Wochen
Komplexe Migration (individuelle Datenmodelle, viele Automationen) 3–6 Monate

 

Hinweis: Diese Angaben sind Schätzwerte aus der Praxis. Tatsächliche Kosten hängen von Teamgröße, Datenmenge und gewähltem System ab.

DSGVO-Praxis: Hosting-Standort vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen lassen. AVV abschließen. Zugriffskontrollen und Rollenkonzept dokumentieren. Regelmäßige Backups mit definierten Wiederherstellungszeiten vereinbaren. Mehr zu Sicherheit und Datenschutz findest du in unserem Ressourcenbereich.

Profi-Tipp: Exportiere aus HubSpot immer alle Objekte separat: Kontakte, Unternehmen, Deals, Aktivitäten und E-Mail-Listen. Ein Gesamtexport übersieht häufig verknüpfte Datensätze.

Best-of-Breed, All-in-One oder Agentur: Was passt wann?

Der zentrale Unterschied liegt zwischen All-in-One-Usability und spezialisierter Flexibilität. Und Einsparungen bei Lizenzen können durch Integrations- und Wartungskosten aufgezehrt werden, wenn der Best-of-Breed-Stack nicht sorgfältig geplant ist.

Ansatz Flexibilität Implementierungsaufwand Typische TCO-Treiber
All-in-One (z. B. HubSpot) Niedrig bis mittel Niedrig bis mittel Kontaktstaffeln, Onboarding-Fees, Add-ons
Best-of-Breed (z. B. Pipedrive + Brevo) Hoch Mittel bis hoch Integrationsaufwand, Middleware, IT-Verwaltung
Agenturlösung Individuell Geführt Projektgebühr, Wartungsvertrag

 

  • Vertriebsgetriebenes KMU (5–15 Mitarbeiter): Pipedrive als schlankes Pipeline-Tool, ergänzt durch E-Mail-Marketing via Brevo. Günstig, schnell eingeführt.
  • Marketing-getriebenes KMU: ActiveCampaign oder Brevo als Kern, Zoho CRM für die Vertriebsseite. Klare Trennung der Zuständigkeiten.
  • Technisch sehr individuelles KMU: Odoo oder SeaTable als Basis, aber nur mit IT-Ressourcen oder externer Begleitung durch eine Agentur.

TCO-Callout: Versteckte Kosten entstehen vor allem bei Kontaktstaffeln (Brevo, ActiveCampaign), Middleware für Synchronisation zwischen Tools sowie bei fehlenden internen Ressourcen für Wartung und Updates.

Was empfiehlt sich für KMU in Deutschland?

Drei Szenarien, drei klare Empfehlungen:

  • Kleines Vertriebsteam (bis 10 Personen): Pipedrive. Schnelle Einführung, transparente Preise, keine verpflichtenden Onboarding-Gebühren. Für CRM-Grundfunktionen im KMU-Vergleich eine der stärksten Optionen.
  • Marketing-zentriertes KMU mit Wachstumsambitionen: Zoho CRM kombiniert mit Brevo oder ActiveCampaign. Mehr Anpassbarkeit als HubSpot, geringere Lizenzkosten pro Nutzer.
  • Unternehmen mit individuellen Prozessen oder fehlendem IT-Know-how: Kein Selbstprojekt, sondern geführte Auswahl, Migration und Integration mit klaren Verantwortlichkeiten.

Wer DSGVO-konformes Self-Hosting priorisiert und ein technisches Team hat, sollte Odoo oder Mautic ernsthaft prüfen. Ohne IT-Betriebsteam ist das jedoch selten die günstigere Wahl.

Wichtige Erkenntnisse

Für die meisten KMU in Deutschland ist eine spezialisierte Einzellösung oder eine beauftragte Agentur günstiger und flexibler als HubSpots All-in-One-Plattform.

Thema Details
Beste Wahl für Vertriebsteams Pipedrive bietet schnelle Einführung, transparente Preise und keine Onboarding-Pflicht.
Beste Wahl für Marketing-Fokus Zoho CRM oder ActiveCampaign liefern mehr Anpassbarkeit bei geringeren Lizenzkosten.
DSGVO und Hosting AVV und EU-Hosting-Standort vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen.
Migrationsaufwand Feld-Mapping ist die häufigste Fehlerquelle; Testmigration vor Go-Live ist Pflicht.
Option Geführte Auswahl, Migration und Integration für KMU ohne internes IT-Know-how.

 

FAQ

Was ist die günstigste HubSpot-Alternative für kleine Teams?

Pipedrive hat einen niedrigen Einstiegspreis pro Nutzer und Monat ohne verpflichtende Onboarding-Gebühren und eignet sich besonders für vertriebsorientierte Teams mit bis zu 15 Personen.

Welche HubSpot-Alternative ist DSGVO-konform und in der EU gehostet?

Brevo (EU-Hosting in Frankreich), SeaTable (EU-Cloud und Self-Host) sowie Zoho CRM (EU-Rechenzentren verfügbar) bieten DSGVO-konforme Optionen; ein AVV nach Art. 28 DSGVO sollte in jedem Fall abgeschlossen werden.

Wie lange dauert eine Migration von HubSpot zu einer Alternative?

Je nach Komplexität dauert eine Migration unterschiedlich lange, von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten.

Wann lohnt sich eine Agenturlösung statt eines eigenen CRM-Tools?

Wenn internes IT-Know-how fehlt, die Migration zu komplex für ein Selbstprojekt ist oder CRM und Website eng verzahnt werden sollen, ist eine Agentur oft auf lange Sicht die kostengünstigere Wahl.

Was ist der Unterschied zwischen Best-of-Breed und All-in-One?

All-in-One-Plattformen wie HubSpot bündeln alle Funktionen in einem System, Best-of-Breed kombiniert spezialisierte Tools. Letzteres bietet mehr Flexibilität, erfordert aber mehr Integrationsaufwand und kann durch Wartungskosten teurer werden.

Fazit

Der Fehler, den die meisten KMU beim Wechsel von HubSpot machen, ist nicht die falsche Toolwahl. Es ist die Unterschätzung des Prozessaufwands. Ein CRM-System ist kein Plug-and-Play-Produkt. Es bildet Vertriebsprozesse, Kommunikationsabläufe und Datenpflegeroutinen ab, die ein Team über Monate aufgebaut hat.

Wer von HubSpot wechselt, wechselt nicht nur eine Software. Er überdenkt, welche Prozesse tatsächlich funktioniert haben und welche nur deshalb existierten, weil das Tool sie erzwungen hat. Das ist eine Chance, aber auch ein Risiko. Pipedrive zwingt dich zu einer klaren Pipeline-Logik. Zoho CRM gibt dir fast zu viel Freiheit, wenn niemand die Konfiguration verantwortet. SeaTable ist kein CRM im klassischen Sinne, sondern ein Werkzeug für Teams, die genau wissen, was sie brauchen.

Die ehrliche Empfehlung: Wer nicht sicher ist, welches System passt, sollte nicht allein entscheiden. Eine externe Begleitung in der Auswahlphase kostet weniger als eine gescheiterte Migration.

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